Griffweise C

Spieltechnik, Reeds, alles was zur Uilleann Pipes Technik gehört.
Barbara Coerdt
Beiträge: 8
Registriert: Di 7. Mai 2013, 16:22

Griffweise C

Beitragvon Barbara Coerdt » Mo 5. Sep 2016, 18:07

Frage von Heinz Kuncar:

Mein Bekannter spielt das C mit geschlossenem Zeigefinger an der unteren Hand.
Lt. seinem Tutor von Davy Spillane ist das so beschrieben. Er hat mir einen Auszug geschickt.
Es hört sich nach meinem Empfinden sogar harmonischer an. Ist es aber auch so richtig
oder sollte man es mit beiden offenen Fingern spielen?

Barbara Coerdt
Beiträge: 8
Registriert: Di 7. Mai 2013, 16:22

Re: Griffweise C

Beitragvon Barbara Coerdt » Sa 10. Sep 2016, 10:14

Hier ein paar Antworten, die außerhalb des Forums eingingen:

ganz kurz: Der "normale" Griff für's Cnat ist: linker Zeigefinger offen, Mittelfinger und Ringfinger geschlossen (alles die linke Hand).Rechte Hand: Zeigefinger geschlossen, Mittelfinger offen, evtl. Ringfinger auch (klangliche Geschmacksfrage,Modulationsmöglichkeiten...)
Bei open fingering werden nur die beiden Löcher unterhalb des C/Cis gedeckt, mit dem Zeigefinger (links) kontrolliert man die Stimmung.
Hope this helps....
LG
A.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei den meisten Anfängern das Cnat trotz richtiger Griffweise etwas zu hoch klingt. Das liegt zum einen daran, dass das C drucksensibel ist und die Feinabstimmung verständlicherweise noch nicht so gut klappt. Zweitens empfehle ich, mit der Position des oberen (linken) Zeigefingers zu experimentieren. Oft kann es notwendig sein, das oberste Loch etwas zu "shaden", also den Finger nah am dreiviertel oder fast komplett geöffneten Loch zu belassen.
Christian

Hallo Heinz und willkommen im Club,
Andreas hat es korrekt beschrieben. Hier noch einmal im Bild für den schnellen Blick. Die Regel für C natural ist:
x | o x x | x o x x
Manche Chanter erfordern leicht abgewandelt
x | o x x | x o x o
Auf jeden Fall klingt zu hoch/ist falsch
x | o x x | x o o o (ein wenig zu hoch)
und ganz falsch
x | o x x | o o o o (viel zu hoch)
Das Open Fingering würde ich für später aufschieben (Empfehlung an den Beginner).
Christian Tietje

Ist das reed ZU zu (d. h. ZU „weich“ eingestellt), ist diese „Drucksensibilität“ des C-nat stärker. Das Problem: Angewöhnte, zur Korrektur nötige Abweichungen von der Standardgreifweise könnten (Murphy´s Gesetz) beim nächsten reed /bzw. bei der nächsten Klimaveränderung anders sein. Die Flexibilität der Greifweise gepaart mit einem guten Gehör machen einen guten Uilleannpiper/In aus.
Liebe Grüße,
Hans-Jörg

hkuncar
Beiträge: 1
Registriert: Di 6. Sep 2016, 18:30

Re: Griffweise C

Beitragvon hkuncar » Mo 3. Okt 2016, 18:22

Hallo zusammen,
vielen Dank für die rege Anteilnahme und die rasche, ausführliche Hilfe. Eure Kommentare waren mir
eine große Hilfe. Denn am Anfang etwas falsch gelerntes bringt man ja leider nicht mehr so schnell wieder raus.
Viele Grüße aus Rosenheim
Heinz


Zurück zu „Spieltechnik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast